Was ist WordPress

Inhaltsverzeichnis

Was ist WordPress? Einfach erklärt für Anfänger

WordPress ist ein kostenloses Content-Management-System, kurz CMS, mit dem du Webseiten erstellen, verwalten und erweitern kannst. Du benötigst dafür nicht zwingend umfangreiche Programmierkenntnisse. Inhalte wie Texte, Bilder, Seiten, Blogbeiträge oder Produkte können über eine grafische Benutzeroberfläche erstellt und bearbeitet werden. Gleichzeitig ist WordPress technisch so flexibel, dass auch individuelle Themes, Plugins, Schnittstellen und komplexe Webanwendungen entwickelt werden können.

Passende WordPress Hilfe zum Thema

Genau diese Kombination aus einfacher Bedienung und großer technischer Erweiterbarkeit ist einer der Gründe dafür, warum WordPress für sehr unterschiedliche Projekte eingesetzt wird. Mit WordPress kannst du beispielsweise einen Blog, eine Unternehmenswebseite, einen Onlineshop, ein Magazin, ein Ratgeberportal, eine Landingpage oder eine individuelle Plattform aufbauen.

WordPress ist Open-Source-Software. Der Quellcode ist öffentlich zugänglich und kann innerhalb der jeweiligen Lizenzbedingungen verwendet, verändert und erweitert werden. Dadurch hat sich rund um WordPress ein sehr großes Ökosystem aus Entwicklern, Designern, Agenturen, Plugin-Anbietern und Theme-Entwicklern gebildet.

Was bedeutet Content-Management-System?

Ein Content-Management-System hilft dir dabei, Inhalte einer Webseite zu verwalten, ohne jede einzelne Seite vollständig per HTML programmieren zu müssen.

Der englische Begriff Content Management System bedeutet sinngemäß System zur Verwaltung von Inhalten.

Zu diesen Inhalten gehören beispielsweise:

  • Texte
  • Bilder
  • Videos
  • Seiten
  • Blogbeiträge
  • Kategorien
  • Produkte
  • Downloads
  • Benutzer
  • Kommentare
  • Formulare

Statt für jede Änderung eine HTML-Datei manuell bearbeiten und anschließend auf einen Server übertragen zu müssen, kannst du viele Aufgaben direkt über das WordPress Backend erledigen.

Wenn du beispielsweise einen neuen Blogartikel schreiben möchtest, meldest du dich im Administrationsbereich an, erstellst einen neuen Beitrag, fügst deinen Text und deine Bilder ein und veröffentlichst den Artikel.

WordPress übernimmt anschließend die technische Darstellung über das verwendete Theme und die entsprechenden Templates.

Wie funktioniert WordPress grundsätzlich?

WordPress besteht aus mehreren Komponenten, die miteinander zusammenarbeiten.

Die wichtigsten Bestandteile sind:

  • WordPress Core
  • PHP
  • Datenbank
  • Theme
  • Plugins
  • Medien
  • Webserver

Der WordPress Core ist die eigentliche Basissoftware. Er enthält die grundlegenden Funktionen für Benutzerverwaltung, Inhalte, Beiträge, Seiten, Medien, Einstellungen und viele weitere Bereiche.

WordPress wird überwiegend mit PHP ausgeführt. PHP ist eine serverseitige Programmiersprache. Der Webserver verarbeitet den PHP-Code und erzeugt daraus die Inhalte, die anschließend im Browser angezeigt werden.

Viele Informationen werden in einer Datenbank gespeichert. Dazu gehören beispielsweise Beiträge, Seiten, Einstellungen, Benutzerkonten und zahlreiche Plugin-Daten.

Das Theme bestimmt hauptsächlich das Design und die Darstellung der Webseite.

Plugins erweitern WordPress um zusätzliche Funktionen.

Diese Trennung ermöglicht es, WordPress sehr flexibel an unterschiedliche Anforderungen anzupassen.

Was ist der WordPress Core?

Der WordPress Core ist der Kern des Systems.

Wenn du WordPress installierst, erhältst du eine Vielzahl von Dateien und Ordnern, die gemeinsam die grundlegenden Funktionen des CMS bereitstellen.

Zum WordPress Core gehören unter anderem Funktionen für:

  • Benutzerverwaltung
  • Beiträge
  • Seiten
  • Kategorien
  • Kommentare
  • Medien
  • Menüs
  • REST API
  • Updates
  • Plugins
  • Themes
  • Block Editor

Ein wichtiger Grundsatz bei der professionellen Arbeit mit WordPress lautet:

WordPress Core-Dateien sollten nicht direkt verändert werden.

Eigene Anpassungen sollten stattdessen über dafür vorgesehene Mechanismen wie Plugins, Themes, Child Themes, Hooks und Filter umgesetzt werden.

Der Grund ist einfach: Bei einem WordPress Update werden Core-Dateien ersetzt. Direkte Änderungen könnten dadurch verloren gehen.

Warum basiert WordPress auf PHP?

WordPress verwendet PHP als zentrale Programmiersprache auf dem Server.

PHP verarbeitet Anfragen, lädt Daten aus der Datenbank, führt WordPress Funktionen aus und erzeugt dynamische Inhalte.

Wenn ein Besucher beispielsweise eine Beitragsseite aufruft, läuft vereinfacht gesagt folgender Prozess ab:

  1. Der Browser fordert eine bestimmte URL an.
  2. Der Webserver nimmt die Anfrage entgegen.
  3. WordPress startet.
  4. PHP verarbeitet die benötigten Funktionen.
  5. WordPress fragt passende Daten aus der Datenbank ab.
  6. Das Theme bestimmt die Darstellung.
  7. HTML wird erzeugt.
  8. Der Browser zeigt die fertige Seite an.

Für einfache WordPress Webseiten musst du PHP nicht selbst programmieren können.

Wenn du jedoch eigene Plugins, Themes oder individuelle Funktionen entwickeln möchtest, sind PHP-Kenntnisse sehr hilfreich.

Welche Datenbank verwendet WordPress?

WordPress verwendet in der Regel MySQL oder MariaDB als Datenbanksystem.

Die Datenbank speichert einen großen Teil der dynamischen Informationen deiner Webseite.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Beiträge
  • Seiten
  • Benutzerkonten
  • Kommentare
  • Kategorien
  • Schlagwörter
  • WordPress Einstellungen
  • Plugin-Einstellungen
  • WooCommerce Daten

Die Datenbank ist deshalb ein zentraler Bestandteil jeder WordPress Installation.

Ein vollständiges Backup sollte neben den WordPress Dateien grundsätzlich auch die Datenbank berücksichtigen.

Was ist ein WordPress Theme?

Ein WordPress Theme bestimmt hauptsächlich das Design und die Darstellung einer Webseite.

Das Theme kann beispielsweise festlegen:

  • Farben
  • Schriftarten
  • Seitenbreite
  • Header
  • Footer
  • Navigation
  • Blogdarstellung
  • Seitenlayouts
  • Abstände
  • mobile Darstellung

Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Themes.

Außerdem können eigene Themes entwickelt oder vorhandene Themes individuell angepasst werden.

Bei klassischen WordPress Themes kommen häufig PHP, HTML, CSS und JavaScript zum Einsatz.

Moderne Block Themes können zusätzlich intensiv mit dem WordPress Site Editor und Full Site Editing arbeiten.

Was ist ein WordPress Plugin?

Plugins erweitern WordPress um zusätzliche Funktionen.

Du kannst dir ein Plugin vereinfacht als Erweiterungsmodul vorstellen.

Ein Plugin kann beispielsweise:

  • Kontaktformulare bereitstellen
  • SEO-Funktionen ergänzen
  • Backups erstellen
  • Sicherheit verbessern
  • einen Onlineshop ermöglichen
  • Statistiken erfassen
  • Benutzerrollen erweitern
  • Schnittstellen integrieren
  • Automatisierungen durchführen
  • individuelle Funktionen bereitstellen

Einer der größten Vorteile von WordPress ist das umfangreiche Plugin-System.

Gleichzeitig solltest du Plugins bewusst auswählen.

Jede zusätzliche Erweiterung bringt zusätzlichen Code in deine Installation. Schlecht gepflegte oder technisch problematische Plugins können Fehler, Performance-Probleme oder Sicherheitsrisiken verursachen.

Deshalb gilt nicht automatisch: Je mehr Plugins, desto besser.

WordPress Backend und Frontend

Bei WordPress wird häufig zwischen Backend und Frontend unterschieden.

WordPress Frontend

Das Frontend ist der Bereich deiner Webseite, den Besucher sehen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Startseite
  • Unterseiten
  • Blog
  • Produktseiten
  • Navigation
  • Kontaktseite

WordPress Backend

Das Backend ist der Verwaltungsbereich.

Dort kannst du je nach Benutzerrechten beispielsweise:

  • Beiträge schreiben
  • Seiten erstellen
  • Bilder hochladen
  • Plugins installieren
  • Themes verwalten
  • Benutzer anlegen
  • Einstellungen verändern
  • Kommentare moderieren
  • WooCommerce verwalten

Das WordPress Backend wird häufig auch als Dashboard oder Administrationsbereich bezeichnet.

Was ist Gutenberg?

Gutenberg ist die Bezeichnung für das blockbasierte Editor-Konzept von WordPress.

Inhalte werden dabei aus einzelnen Blöcken aufgebaut.

Ein Block kann beispielsweise sein:

  • Absatz
  • Überschrift
  • Bild
  • Liste
  • Tabelle
  • Button
  • Galerie
  • Spalten
  • Video

Dadurch können auch komplexere Inhaltsstrukturen aufgebaut werden, ohne dafür jede Seite manuell mit HTML programmieren zu müssen.

Mit modernen Block Themes geht dieses Konzept noch weiter. Dort können teilweise auch Header, Footer und komplette Seitenlayouts über Blöcke verwaltet werden.

Was kann man mit WordPress machen?

WordPress kann für sehr unterschiedliche Webseitenarten eingesetzt werden.

Blogs

WordPress wurde ursprünglich stark für Blogs bekannt und eignet sich bis heute hervorragend für redaktionelle Inhalte.

Unternehmenswebseiten

Unternehmen können Leistungen, Produkte, Standorte, Kontaktmöglichkeiten und weitere Informationen präsentieren.

Onlineshops

Mit WooCommerce kann WordPress um umfangreiche Shop-Funktionen erweitert werden.

Landingpages

WordPress eignet sich auch für gezielte Marketing- und SEO-Landingpages.

Magazine

Durch Kategorien, Autoren, Beiträge und individuelle Themes lassen sich umfangreiche Online-Magazine umsetzen.

Ratgeberportale

Strukturierte Inhalte, Kategorien, Suchfunktionen und interne Verlinkungen machen WordPress auch für große Ratgeberseiten interessant.

Mitgliederbereiche

Über Plugins oder individuelle Programmierung können geschützte Inhalte und Benutzerbereiche umgesetzt werden.

Verzeichnisse

Mit Custom Post Types, Custom Fields und individuellen Funktionen können Verzeichnisse für Unternehmen, Immobilien, Fahrzeuge oder andere Datentypen aufgebaut werden.

Ist WordPress kostenlos?

Die WordPress Software selbst ist kostenlos.

Trotzdem bedeutet das nicht automatisch, dass eine WordPress Webseite vollständig kostenlos betrieben werden kann.

Typische Kosten können entstehen für:

  • Domain
  • Hosting
  • Premium Themes
  • Premium Plugins
  • Entwicklung
  • Wartung
  • Sicherheit
  • Backups
  • externe Dienste

Wie hoch die tatsächlichen Kosten sind, hängt stark vom jeweiligen Projekt ab.

Eine kleine private Webseite kann mit geringen laufenden Kosten betrieben werden.

Ein umfangreicher WooCommerce Shop mit individuellen Schnittstellen und professioneller Betreuung benötigt dagegen wesentlich mehr Ressourcen.

Was bedeutet Open Source bei WordPress?

Open Source bedeutet, dass der Quellcode der Software öffentlich zugänglich ist.

Entwickler können den Code untersuchen, erweitern und innerhalb der Lizenzbedingungen verändern.

Dadurch ist WordPress nicht an einen einzelnen geschlossenen Softwareanbieter gebunden.

Dieses Modell hat ein sehr großes Ökosystem ermöglicht.

Es entstehen:

  • Plugins
  • Themes
  • Entwicklerwerkzeuge
  • Dokumentationen
  • Übersetzungen
  • Schnittstellen
  • Community-Projekte

Open Source bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede Erweiterung kostenlos sein muss.

Viele Anbieter stellen kostenpflichtige Plugins, Themes oder Dienstleistungen rund um WordPress bereit.

WordPress.com und WordPress.org

Für Anfänger kann die Unterscheidung zwischen WordPress.com und WordPress.org zunächst verwirrend sein.

WordPress.org steht im Zusammenhang mit der frei verfügbaren WordPress Software, die du auf einem eigenen Hosting installieren kannst.

Bei einer selbst gehosteten WordPress Installation besitzt du in der Regel deutlich mehr Kontrolle über:

  • Plugins
  • Themes
  • Dateien
  • Datenbank
  • Serverkonfiguration
  • individuelle Programmierung

WordPress.com ist dagegen ein gehosteter Dienst mit unterschiedlichen Angeboten und Funktionsumfängen.

Welche Variante für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viel Kontrolle und technische Freiheit du benötigst.

Ist WordPress nur für Anfänger geeignet?

Nein.

WordPress wird häufig als einfaches System für Anfänger wahrgenommen, weil sich viele Aufgaben ohne Programmierung erledigen lassen.

Die technische Plattform selbst bietet jedoch zahlreiche Möglichkeiten für professionelle Entwicklung.

Fortgeschrittene Entwickler arbeiten beispielsweise mit:

  • PHP
  • JavaScript
  • REST API
  • Hooks
  • Actions
  • Filtern
  • Custom Post Types
  • Custom Fields
  • eigenen Datenbanktabellen
  • WP-CLI
  • Git
  • APIs
  • Automatisierungen

WordPress kann deshalb sowohl von Einsteigern als auch von professionellen Entwicklern eingesetzt werden.

Braucht man Programmierkenntnisse für WordPress?

Für einfache Aufgaben benötigst du keine tiefen Programmierkenntnisse.

Du kannst beispielsweise Seiten erstellen, Blogartikel veröffentlichen, Bilder hochladen und viele Plugins konfigurieren, ohne selbst PHP oder JavaScript schreiben zu müssen.

Programmierkenntnisse werden interessant, wenn du WordPress individuell erweitern möchtest.

Besonders hilfreich sind Kenntnisse in:

  • HTML
  • CSS
  • PHP
  • JavaScript
  • SQL

Je tiefer du WordPress technisch verstehen möchtest, desto wertvoller werden diese Grundlagen.

Ist WordPress sicher?

WordPress kann sicher betrieben werden, wenn die Installation professionell gepflegt wird.

Eine WordPress Webseite besteht allerdings nicht nur aus dem Core.

Sicherheitsprobleme können beispielsweise entstehen durch:

  • veraltete Plugins
  • veraltete Themes
  • schwache Passwörter
  • unsichere Benutzerkonten
  • veraltete PHP-Versionen
  • unsichere Serverkonfigurationen
  • fehlerhafte individuelle Programmierung

Regelmäßige Updates gehören deshalb zu den wichtigsten Grundlagen.

Außerdem solltest du:

  • regelmäßige Backups erstellen
  • nicht benötigte Plugins entfernen
  • starke Passwörter verwenden
  • Benutzerrechte sinnvoll vergeben
  • eine aktuelle PHP-Version einsetzen
  • Sicherheitsmeldungen beachten

Muss WordPress regelmäßig aktualisiert werden?

Ja.

WordPress selbst, Plugins und Themes werden regelmäßig weiterentwickelt.

Updates können:

  • Sicherheitslücken schließen
  • Fehler beheben
  • neue Funktionen hinzufügen
  • Kompatibilität verbessern
  • Performance optimieren

Updates sollten dennoch nicht vollständig unüberlegt durchgeführt werden.

Bei wichtigen Webseiten empfiehlt sich vor größeren Änderungen ein aktuelles Backup.

Bei umfangreichen Projekten oder WooCommerce Shops kann zusätzlich eine Staging-Umgebung sinnvoll sein.

Ist WordPress gut für SEO?

WordPress bietet eine sehr gute technische Grundlage für Suchmaschinenoptimierung.

Gute Rankings entstehen jedoch nicht automatisch nur dadurch, dass du WordPress verwendest.

SEO hängt unter anderem ab von:

  • Inhaltsqualität
  • Suchintention
  • Seitenstruktur
  • interner Verlinkung
  • Ladezeiten
  • mobiler Darstellung
  • technischer Qualität
  • Autorität
  • Backlinks

WordPress erleichtert viele SEO-Aufgaben und lässt sich durch entsprechende Erweiterungen zusätzlich konfigurieren.

Ein SEO-Plugin ersetzt jedoch keine durchdachte SEO-Strategie.

Was ist WooCommerce?

WooCommerce ist eine Erweiterung für WordPress, mit der du einen Onlineshop aufbauen kannst.

Damit lassen sich beispielsweise:

  • Produkte anlegen
  • Preise verwalten
  • Bestellungen erfassen
  • Versandoptionen einrichten
  • Zahlungsarten integrieren
  • Gutscheine verwenden
  • Kundenkonten verwalten

WooCommerce zeigt sehr gut, wie flexibel das Plugin-System von WordPress ist.

Aus einem klassischen Content-Management-System wird durch eine Erweiterung ein umfangreiches Shopsystem.

Was sind WordPress Benutzerrollen?

WordPress besitzt ein Benutzer- und Rechtesystem.

Dadurch können mehrere Personen an einer Webseite arbeiten, ohne dass jeder Benutzer vollständige Administratorrechte benötigt.

Zu den klassischen Rollen gehören beispielsweise:

  • Administrator
  • Redakteur
  • Autor
  • Mitarbeiter
  • Abonnent

Die Rollen besitzen unterschiedliche Berechtigungen.

Das ist insbesondere bei Unternehmenswebseiten, Blogs mit mehreren Autoren oder größeren Projekten hilfreich.

Welche Vorteile hat WordPress?

WordPress bietet zahlreiche Vorteile.

  • kostenlose Open-Source-Basis
  • große Verbreitung
  • umfangreiches Plugin-System
  • große Theme-Auswahl
  • für Anfänger geeignet
  • professionell erweiterbar
  • SEO-freundlich konfigurierbar
  • WooCommerce Integration
  • große Entwickler-Community
  • viele Schnittstellen
  • individuell programmierbar

Besonders stark ist die Kombination aus Content-Verwaltung und technischer Erweiterbarkeit.

Welche Nachteile hat WordPress?

Auch WordPress besitzt Nachteile und Herausforderungen.

Durch die große Auswahl an Plugins und Themes kann eine Installation schnell unübersichtlich werden.

Mögliche Probleme sind:

  • Plugin-Konflikte
  • Theme-Konflikte
  • Performance-Probleme
  • regelmäßiger Wartungsbedarf
  • Sicherheitsrisiken durch veraltete Erweiterungen
  • Abhängigkeit von Drittanbieter-Plugins
  • technische Altlasten bei älteren Projekten

Viele dieser Nachteile entstehen jedoch weniger durch WordPress selbst als durch eine ungepflegte oder schlecht geplante Installation.

Praxisbeispiel: WordPress Unternehmenswebseite

Angenommen, du möchtest eine Webseite für ein Unternehmen erstellen.

Die Webseite soll folgende Bereiche besitzen:

  • Startseite
  • Unternehmen
  • Leistungen
  • Blog
  • Kontakt

Mit WordPress kannst du zunächst die entsprechenden Seiten anlegen.

Anschließend wählst oder entwickelst du ein Theme für das Design.

Für ein Kontaktformular kann ein Plugin verwendet werden.

Blogartikel werden als Beiträge veröffentlicht.

Über Benutzerkonten können verschiedene Personen Inhalte bearbeiten.

Später soll zusätzlich ein Kundenbereich entstehen.

Dieser kann über ein vorhandenes Plugin oder eine individuelle Erweiterung ergänzt werden.

Genau darin liegt eine der großen Stärken von WordPress:

Eine Webseite kann klein beginnen und später erweitert werden.

Wann ist WordPress eine gute Wahl?

WordPress ist besonders interessant, wenn du eine Webseite benötigst, deren Inhalte regelmäßig gepflegt oder erweitert werden sollen.

Typische Situationen sind:

  • du möchtest Inhalte selbst bearbeiten
  • du möchtest einen Blog betreiben
  • du benötigst viele Unterseiten
  • du möchtest später Funktionen ergänzen
  • du möchtest einen WooCommerce Shop betreiben
  • mehrere Benutzer sollen Inhalte verwalten
  • SEO spielt eine wichtige Rolle

Wann ist WordPress möglicherweise nicht die beste Lösung?

Nicht jedes Webprojekt benötigt WordPress.

Eine sehr kleine statische Webseite mit wenigen unveränderlichen Inhalten kann beispielsweise auch ohne Content-Management-System umgesetzt werden.

Bei sehr speziellen Softwareprojekten kann eine individuelle Anwendung oder ein anderes Framework geeigneter sein.

Die Wahl der Technologie sollte deshalb immer vom tatsächlichen Projekt abhängen.

WordPress ist ein Werkzeug und nicht automatisch für jede denkbare Anwendung die beste Lösung.

Häufige Fragen zu WordPress

Was ist WordPress einfach erklärt?

WordPress ist ein Content-Management-System, mit dem du Webseiten erstellen und Inhalte über einen Administrationsbereich verwalten kannst.

Ist WordPress kostenlos?

Ja. Die WordPress Software selbst ist kostenlos und Open Source. Kosten können jedoch beispielsweise für Hosting, Domain, Premium Plugins, Themes oder Dienstleistungen entstehen.

Brauche ich PHP-Kenntnisse für WordPress?

Für die normale Bedienung von WordPress brauchst du keine PHP-Kenntnisse. Für individuelle Plugins, Themes und technische Erweiterungen sind PHP-Kenntnisse jedoch sehr hilfreich.

Kann ich mit WordPress einen Onlineshop erstellen?

Ja. Mit WooCommerce kann WordPress zu einem umfangreichen Onlineshop erweitert werden.

Kann ich WordPress ohne Programmierung verwenden?

Ja. Viele Aufgaben können über das Backend, den Block Editor, Themes und Plugins erledigt werden.

Ist WordPress nur für Blogs?

Nein. WordPress eignet sich für Unternehmenswebseiten, Shops, Magazine, Landingpages, Portale, Ratgeberseiten und viele weitere Projekte.

Ist WordPress für Anfänger geeignet?

Ja. Die grundlegende Bedienung ist auch für Anfänger gut erlernbar. Gleichzeitig bietet WordPress umfangreiche Möglichkeiten für professionelle Entwickler.

Kann WordPress individuell programmiert werden?

Ja. WordPress kann über Plugins, Themes, Hooks, APIs und individuelle PHP-Programmierung umfangreich erweitert werden.

Ist WordPress gut für Google?

WordPress bietet eine gute technische Grundlage für SEO. Gute Rankings hängen jedoch von vielen weiteren Faktoren wie Inhalt, Struktur, Nutzererfahrung, Performance und Autorität ab.

Muss ich WordPress warten?

Ja. WordPress Core, Plugins, Themes, PHP und Backups sollten regelmäßig geprüft und gepflegt werden.

Fazit: WordPress ist weit mehr als ein einfaches Blog-System

WordPress ist ein vielseitiges Content-Management-System, mit dem du Webseiten erstellen, verwalten und technisch erweitern kannst.

Für Anfänger bietet WordPress eine vergleichsweise einfache Möglichkeit, Inhalte ohne tiefgehende Programmierkenntnisse zu veröffentlichen.

Für Entwickler bietet das System gleichzeitig umfangreiche Möglichkeiten für individuelle Plugins, Themes, APIs, WooCommerce Erweiterungen, Datenbankfunktionen und Automatisierungen.

Die wichtigsten Bestandteile von WordPress sind der WordPress Core, PHP, Datenbank, Themes und Plugins.

Zusammen bilden sie eine flexible technische Plattform, die sowohl für kleine Webseiten als auch für umfangreiche Webprojekte eingesetzt werden kann.

Wenn du WordPress wirklich verstehen möchtest, solltest du deshalb nicht nur lernen, welche Schaltflächen sich im Backend befinden.

Es lohnt sich auch zu verstehen, wie WordPress technisch aufgebaut ist und wie Core, Theme, Plugins, PHP und Datenbank zusammenspielen.

Genau darauf bauen die weiteren Kapitel dieses WordPress Tutorials Schritt für Schritt auf.