WordPress Upload Limit erhöhen: Möglichkeiten, Grenzen und sichere Vorgehensweise
Wenn Du in WordPress größere Bilder, Videos, PDF-Dateien oder ZIP-Archive hochladen möchtest, kann die Meldung „Die hochgeladene Datei überschreitet das in der php.ini festgelegte upload_max_filesize“ auftreten. Um das WordPress Upload Limit zu erhöhen, musst Du zunächst herausfinden, welche Einstellung tatsächlich begrenzt: WordPress, PHP, der Webserver oder Dein Hosting-Tarif. Dieser Leitfaden zeigt Dir die wichtigsten Stellschrauben, eine sinnvolle Reihenfolge bei der Fehlersuche und sichere Alternativen, wenn eine Änderung auf dem Server nicht möglich ist.
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Was bedeutet das WordPress Upload Limit?

Die Grafik zeigt, dass das sichtbare WordPress-Limit nur ein Teil der gesamten Upload-Kette ist. So erkennst Du, warum eine einzelne Änderung nicht immer ausreicht.
Das Upload-Limit legt fest, wie groß eine einzelne Datei sein darf, die Du über die WordPress-Mediathek, einen Block oder ein Plugin hochlädst. Es handelt sich nicht um eine einzige Einstellung. Mehrere technische Grenzen können gleichzeitig greifen. Deshalb reicht es häufig nicht aus, nur einen Wert in WordPress zu verändern.
Besonders häufig sind diese PHP-Einstellungen relevant:
- upload_max_filesize: maximale Größe einer einzelnen hochgeladenen Datei.
- post_max_size: maximale Größe einer gesamten POST-Anfrage. Dieser Wert sollte mindestens so groß wie
upload_max_filesizesein, meist etwas größer. - memory_limit: verfügbarer PHP-Speicher. Er begrenzt nicht direkt die Dateigröße, kann aber bei der Verarbeitung großer Dateien oder Bilder zum Problem werden.
- max_execution_time: maximale Laufzeit eines PHP-Prozesses.
- max_input_time: Zeitraum, in dem PHP Eingabedaten einlesen darf.
Zusätzlich können der Webserver, ein Reverse Proxy, ein Sicherheitsdienst, ein Content-Management-System im Hintergrund oder der Hosting-Anbieter eigene Grenzen setzen. WordPress zeigt im Bereich Werkzeuge > Website-Zustand und je nach Version auch im Medienbereich häufig den aktuell verfügbaren maximalen Upload-Wert an. Dieser Wert ist ein guter Ausgangspunkt, aber nicht immer eine vollständige Diagnose.
Vor der Änderung: Ursache und tatsächliches Limit prüfen
Bevor Du Konfigurationsdateien bearbeitest, solltest Du die Fehlermeldung genau lesen. Sie gibt oft einen wichtigen Hinweis. Eine Meldung zu upload_max_filesize deutet auf eine PHP-Grenze hin. Ein Timeout, eine leere Antwort oder ein Fehler mit dem Statuscode 413 kann dagegen auf den Webserver oder einen Proxy hindeuten. Wird eine Datei zwar hochgeladen, aber von WordPress abgelehnt, kann zusätzlich ein Plugin, eine Dateitypprüfung oder eine Serverregel beteiligt sein.
Den aktuell zulässigen Wert in WordPress ansehen
Öffne die Mediathek und starte den Upload einer Datei oder rufe, sofern vorhanden, die Upload-Ansicht in Deinem WordPress-Backend auf. Dort wird häufig ein Hinweis wie „Maximale Dateigröße für Uploads“ angezeigt. Alternativ findest Du technische Hinweise unter Werkzeuge > Website-Zustand > Info. Suche dort nach dem Bereich für Server oder Medien.
Prüfe außerdem, ob die Einschränkung nur für einen bestimmten Upload gilt. Ein großes Bild kann beispielsweise zusätzlich durch die Bildverarbeitung belastet werden. Ein ZIP-Archiv wird zwar hochgeladen, kann aber von einem Import- oder Migrationsplugin wegen einer eigenen Grenze abgelehnt werden. Das WordPress Upload Limit und ein Plugin-Limit sind nicht automatisch identisch.
Die relevanten Grenzen systematisch vergleichen
| Prüfpunkt | Typisches Anzeichen | Sinnvolle nächste Aktion |
|---|---|---|
| WordPress beziehungsweise PHP | Hinweis auf upload_max_filesize oder eine zu große Datei |
upload_max_filesize und post_max_size prüfen |
| Webserver | Fehler 413 oder Abbruch trotz höherer PHP-Werte | Serverregel wie client_max_body_size prüfen lassen |
| Timeout | Upload bricht nach längerer Übertragung ab | Laufzeit- und Proxy-Einstellungen sowie die Verbindung prüfen |
| Plugin | Nur ein Import-, Backup- oder Formular-Plugin verweigert die Datei | Plugin-Dokumentation und eigene Upload-Grenze prüfen |
| Hosting | Werte lassen sich nicht dauerhaft ändern | Hosting-Oberfläche oder Support des Anbieters verwenden |
WordPress Upload Limit über die Hosting-Oberfläche erhöhen
Viele Hosting-Pakete bieten eine Verwaltungsoberfläche, über die Du die verwendete PHP-Version und bestimmte PHP-Parameter einstellen kannst. Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Anbieter. Suche nach Begriffen wie PHP-Einstellungen, PHP-Konfiguration, Serverparameter oder php.ini.
Eine typische Konfiguration könnte beispielsweise so aussehen:
upload_max_filesize = 64Mpost_max_size = 72Mmemory_limit = 256Mmax_execution_time = 180max_input_time = 180
Diese Werte sind keine allgemeingültige Empfehlung für jedes Hosting. Sie zeigen nur das Verhältnis der Einstellungen. post_max_size sollte nicht kleiner als upload_max_filesize sein, weil eine Anfrage neben der Datei auch weitere Formulardaten enthalten kann. Ein größerer Upload-Wert allein hilft nicht, wenn der verfügbare PHP-Speicher oder eine Servergrenze niedriger bleibt.
Speichere die Änderung und prüfe anschließend, ob die neue PHP-Konfiguration tatsächlich für die betroffene Domain und das richtige Verzeichnis gilt. Bei manchen Hostings wird die Einstellung erst nach einem PHP-Neustart, einer kurzen Aktualisierung der Konfiguration oder dem Wechsel der PHP-Ausführungsart wirksam. Teste danach nicht nur die Anzeige des Limits, sondern auch einen realistischen Upload.
Upload-Limit mit einer eigenen php.ini anpassen
Wenn Dein Hosting keine grafische Einstellung anbietet, kann eine lokale php.ini oder eine vergleichbare PHP-Konfigurationsdatei möglich sein. Ob das funktioniert, hängt davon ab, wie PHP auf dem Server ausgeführt wird und welche Einstellungen der Anbieter überschreibbar macht.
Eine beispielhafte Datei kann folgende Zeilen enthalten:
upload_max_filesize = 64M
post_max_size = 72M
memory_limit = 256M
max_execution_time = 180
max_input_time = 180
Lade die Datei in das Verzeichnis, für das die Einstellung gelten soll, oder verwende genau den Speicherort, den Dein Hosting-Anbieter vorgibt. Eine php.ini im falschen Verzeichnis hat keine Wirkung. Außerdem kann es sein, dass nur bestimmte Direktiven geändert werden dürfen.
Nach einer Änderung solltest Du die aktuelle Konfiguration in WordPress überprüfen. Falls Du dafür eine technische PHP-Informationsseite verwendest, lösche oder sichere sie anschließend so, dass keine Serverdetails öffentlich zugänglich bleiben. Eine öffentlich erreichbare PHP-Info-Seite kann unter Umständen sensible Informationen über die Serverumgebung preisgeben und gehört nicht dauerhaft auf eine produktive Website.
Upload-Limit über .htaccess verändern
Auf Apache-Servern kann eine .htaccess-Datei je nach Hosting und PHP-Modus bestimmte PHP-Werte setzen. Häufig verwendete Direktiven sehen beispielsweise so aus:
php_value upload_max_filesize 64M
php_value post_max_size 72M
php_value memory_limit 256M
php_value max_execution_time 180
php_value max_input_time 180
Diese Methode ist nicht universell. Wenn PHP als PHP-FPM oder über eine andere Serverkonfiguration läuft, kann die Anweisung ignoriert werden oder einen Serverfehler auslösen. Deshalb solltest Du vor der Änderung eine Sicherung der .htaccess-Datei anlegen und nach dem Speichern sofort die Website sowie das Backend testen.
Ein häufiger Fehler ist, mehrere widersprüchliche Einstellungen an verschiedenen Stellen zu hinterlegen. Dann ist schwer nachvollziehbar, welcher Wert aktiv ist. Besser ist es, die Einstellung möglichst an einer gut dokumentierten Stelle zu verwalten. Bei einem verwalteten Hosting ist die offizielle Konfigurationsoberfläche oft sicherer als manuelle Änderungen an Serverdateien.
WordPress Upload Limit per wp-config.php oder Plugin ändern
Die Datei wp-config.php enthält zentrale WordPress-Konfigurationen. Sie ist jedoch nicht der ideale Ort, um PHP-Werte zu erzwingen, wenn der Server diese Einstellungen nicht erlaubt. Konstanten wie WP_MEMORY_LIMIT können den für WordPress vorgesehenen Speicher beeinflussen, ersetzen aber nicht automatisch upload_max_filesize oder post_max_size.
Eine Zeile wie die folgende kann in bestimmten Umgebungen den WordPress-Speicherbedarf beeinflussen:
define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );
Das ist keine direkte Erhöhung der maximalen Dateigröße. Wenn PHP serverseitig beispielsweise nur einen niedrigeren Speicher oder ein kleineres Upload-Limit zulässt, kann WordPress den höheren Wert nicht einfach überschreiben. Änderungen an wp-config.php solltest Du mit Bedacht vornehmen, weil ein Syntaxfehler das Backend und die Website beeinträchtigen kann.
Plugins zur Änderung des Upload-Limits können eine komfortable Oberfläche anbieten. Ihre Möglichkeiten hängen jedoch ebenfalls von den Rechten des Servers ab. Ein Plugin kann keine gesperrte Hosting-Einstellung zuverlässig aushebeln. Außerdem vergrößert jedes zusätzliche Plugin die Wartungs- und Sicherheitsfläche. Installiere daher nur eine Lösung, die gepflegt wird, aus vertrauenswürdiger Quelle stammt und für Deine WordPress-Version geeignet ist. Entferne sie wieder, wenn Du sie nur für eine einmalige Änderung benötigst und die Einstellung danach anderweitig verwaltet wird.
Besonderheiten bei Nginx, Apache und Proxies
Wenn PHP-Werte korrekt wirken, der Upload aber trotzdem scheitert, liegt die Grenze möglicherweise vor PHP. Bei Nginx kann beispielsweise client_max_body_size die Größe des Request-Body begrenzen. Eine Änderung erfolgt normalerweise in der Serverkonfiguration und nicht in WordPress. Danach muss Nginx seine Konfiguration neu laden.
Auch Apache-Regeln, Load Balancer, Reverse Proxies, Web Application Firewalls oder CDN-Dienste können große Anfragen ablehnen. Ein HTTP-Fehler 413 bedeutet häufig, dass der Request-Body zu groß ist. Wenn Du keinen Zugriff auf diese Schichten hast, solltest Du nicht wahllos WordPress-Dateien ändern, sondern die Fehlermeldung, die Dateigröße, den Zeitpunkt und die betroffene URL an den Hosting-Support weitergeben.
Bei sehr großen Dateien ist außerdem die Übertragungsdauer wichtig. Eine instabile Internetverbindung, ein kurzer Proxy-Timeout oder eine begrenzte PHP-Laufzeit kann dazu führen, dass der Upload abbricht, obwohl die maximale Dateigröße ausreichend wäre. Ein höheres Limit löst keinen Verbindungsabbruch. Hier können ein stabileres Netzwerk, ein anderer Upload-Weg oder ein serverseitiger Import sinnvoller sein.
Schritt-für-Schritt: Eine größere Datei sicher hochladen
- Original sichern: Erstelle vor Änderungen an Dateien oder Servereinstellungen mindestens ein aktuelles Backup von Datenbank und Dateien. Bei produktiven Websites ist eine Staging-Umgebung vorzuziehen.
- Fehler dokumentieren: Notiere Dateityp, Dateigröße, genaue Fehlermeldung und den Bereich, in dem der Upload erfolgt.
- Aktuelles Limit prüfen: Vergleiche den in WordPress angezeigten Wert mit den PHP- und Hosting-Einstellungen.
- Eine Stelle ändern: Passe zunächst die offizielle Hosting-Einstellung oder die vom Anbieter vorgesehene Konfigurationsdatei an.
- Verhältnis kontrollieren: Achte darauf, dass
post_max_sizenicht kleiner alsupload_max_filesizeist. Berücksichtige auch Speicher und Laufzeit. - Konfiguration testen: Prüfe Website, Login, Mediathek und gegebenenfalls betroffene Formulare oder Importfunktionen.
- Realistisch testen: Verwende eine Datei, die nur moderat größer als das bisherige Limit ist. Ein Upload bis an die absolute Grenze kann wegen zusätzlicher Anfragebestandteile trotzdem scheitern.
- Änderung dokumentieren: Halte fest, wo die Werte gesetzt wurden und welche Nebenwirkungen beobachtet wurden.
Wenn die Änderung einen Fehler verursacht, stelle zuerst die gesicherte Konfiguration wieder her. Bei einem Serverfehler durch .htaccess kann bereits das Zurückbenennen oder Korrigieren der letzten Zeilen die Website wieder erreichbar machen. Ändere nicht gleichzeitig Theme, Plugins und Serverwerte, weil dadurch die Ursache schwerer einzugrenzen ist.
Praxisbeispiel: Ein ZIP-Archiv wird abgelehnt
Angenommen, Du möchtest ein Archiv für einen Website-Import hochladen. WordPress zeigt eine maximale Dateigröße an, die kleiner als das Archiv ist. Zuerst prüfst Du, ob der Wert aus PHP stammt. Die Datei upload_max_filesize liegt beispielsweise unter der benötigten Größe, während post_max_size ebenfalls niedriger eingestellt ist.
Du passt beide Werte im Hosting-Panel an und aktualisierst die Konfiguration. WordPress zeigt nun den höheren Grenzwert an, der Import bricht aber weiterhin ab. In diesem Fall prüfst Du die Einstellungen des Import- oder Backup-Plugins. Viele solcher Werkzeuge haben zusätzlich eigene Grenzwerte oder benötigen ausreichend temporären Speicher. Danach kontrollierst Du mögliche Serverfehler und Timeouts.
Dieses Vorgehen verhindert eine typische Fehlannahme: Eine Datei kann innerhalb des WordPress-Limits liegen und trotzdem von einem Plugin oder Webserver abgewiesen werden. Der Test sollte deshalb immer in der tatsächlichen Funktion erfolgen, in der Du die Datei später verwenden möchtest.
Typische Fehler beim Erhöhen des Upload-Limits
Nur upload_max_filesize ändern
Wenn post_max_size kleiner bleibt, kann PHP die Anfrage weiterhin ablehnen. Setze den POST-Wert mindestens auf die gleiche Größe, vorzugsweise mit etwas Spielraum. Prüfe danach, welcher Wert tatsächlich aktiv ist.
Unbegrenzte oder übermäßig große Werte verwenden
Ein sehr hoher Wert ist nicht automatisch besser. Große Uploads verbrauchen Speicherplatz, Bandbreite und Verarbeitungszeit. Bei einem kompromittierten Zugang oder einem fehlerhaften Formular können große Requests außerdem die Ressourcen der Website stärker beanspruchen. Wähle nur die Größe, die für den konkreten Anwendungsfall erforderlich ist.
Die WordPress-Kerndateien bearbeiten
Änderungen an WordPress-Core-Dateien sind nicht updatefest und werden bei Aktualisierungen überschrieben. Konfiguriere Upload-Grenzen stattdessen über Hosting, Server, eine geeignete PHP-Konfiguration oder eine gepflegte Erweiterung. Bei individueller Logik sind updatefähige Hooks und ein eigenes Plugin meist geeigneter als Änderungen im Core.
Nach der Änderung keinen Funktionstest durchführen
Ein angezeigter neuer Wert beweist noch nicht, dass ein Import, ein Formular oder die Bildverarbeitung funktioniert. Teste die Funktion, für die Du das Limit erhöhen wolltest. Prüfe bei Bildern zusätzlich, ob Vorschaubilder erzeugt werden und ob Speicher- oder Laufzeitfehler im Serverprotokoll auftauchen.
Backups und Sicherheitsaspekte ignorieren
Eine Konfigurationsänderung kann die Website unerreichbar machen, wenn eine Syntax nicht unterstützt wird. Sichere deshalb die betroffene Datei und verwende nach Möglichkeit Staging. Entferne temporäre Diagnose-Dateien und schütze Administrationszugänge. Ein größeres Upload-Limit sollte nicht dazu führen, unbekannte Dateitypen pauschal zu erlauben.
Große Dateien sinnvoller verwalten
Nicht jede große Datei sollte durch die WordPress-Mediathek übertragen werden. Videos sind oft besser in einer dafür vorgesehenen Plattform oder über einen geeigneten externen Speicher eingebunden. Für Backups und Migrationen kann ein serverseitiger Import oder ein SFTP-Transfer stabiler sein als ein Browser-Upload. Dabei müssen Zugänge geschützt und nicht benötigte Dateien anschließend entfernt werden.
Bei Bildern ist es sinnvoll, die Datei vor dem Upload passend zu bearbeiten. Eine angemessene Abmessung, ein geeignetes Format und eine sinnvolle Komprimierung reduzieren nicht nur die Dateigröße, sondern können auch die Ladezeit verbessern. Das ersetzt keine technische Ursachenanalyse, verhindert aber unnötig große Dateien. Bei transparenten Grafiken oder Fotografien kommen je nach Browserunterstützung unterschiedliche Formate infrage; die Darstellung solltest Du nach der Optimierung prüfen.
Wenn viele Dateien regelmäßig verarbeitet werden, kann ein automatisierter Workflow besser geeignet sein. Denkbar sind ein kontrollierter Import, ein Medien-Synchronisationsprozess oder eine Schnittstelle. Solche Lösungen benötigen eine saubere Rechteprüfung, Fehlerprotokollierung und ein Konzept für temporäre Dateien. Eine individuelle Programmierung sollte updatefähig und möglichst außerhalb der WordPress-Kerndateien umgesetzt werden.
Technische Grenzen und Sicherheit
Das Upload-Limit ist nur eine von mehreren Schutzmaßnahmen. Erlaube nicht allein wegen eines Upload-Problems zusätzliche Dateiendungen, deaktiviere keine Sicherheitsprüfungen und setze keine globalen Servergrenzen ohne Konzept herab. Besonders bei Formularen und Frontend-Uploads muss geprüft werden, wer Dateien hochladen darf, wohin sie gespeichert werden und wie die Dateinamen behandelt werden.
WordPress und PHP prüfen Dateitypen nicht in jeder Situation auf dieselbe Weise. Bei einem öffentlichen Upload sollte die Verarbeitung deshalb restriktiv erfolgen. Beschränke Dateitypen auf das Notwendige, verwende angemessene Größenlimits und halte WordPress, Themes und Plugins aktuell. Bei sicherheitsrelevanten Anpassungen ist eine fachkundige Prüfung sinnvoll, weil die konkrete Serverumgebung entscheidend ist.
Auch der Speicherplatz des Hostings kann zum begrenzenden Faktor werden. Große Medien, Backups und temporäre Importdateien verbleiben möglicherweise auf dem Server. Kontrolliere den verfügbaren Speicher und lösche temporäre Dateien erst, wenn Du sicher bist, dass sie nicht mehr benötigt werden. Bei einer vollen Partition können neben Uploads auch Datenbankoperationen, Updates und Protokolle fehlschlagen.
Wann Du den Hosting-Support einbeziehen solltest
Wende Dich an den Hosting-Support, wenn Du keinen Zugriff auf die benötigte Einstellung hast, eine .htaccess-Änderung einen Serverfehler auslöst oder ein Fehler 413 trotz passender PHP-Werte auftritt. Hilfreich sind eine sachliche Beschreibung, die genaue Dateigröße, die verwendete Domain, der Zeitpunkt des Fehlers und die vollständige Fehlermeldung. Sende keine Passwörter und keine unnötigen personenbezogenen Daten.
Bei einem verwalteten Hosting kann der Anbieter die Änderung direkt auf der passenden Serverebene vornehmen. Frage außerdem nach der maximal unterstützten Upload-Größe, möglichen Timeout-Grenzen und dem vorgesehenen Weg für sehr große Dateien. So vermeidest Du, Werte einzustellen, die zwar theoretisch akzeptiert werden, aber in der konkreten Umgebung nicht zuverlässig funktionieren.
FAQ
Warum zeigt WordPress trotz meiner Änderung weiterhin das alte Upload-Limit?
Die Änderung kann an der falschen Stelle liegen, für eine andere PHP-Version gelten oder vom Hosting überschrieben werden. Prüfe, ob die betroffene Domain und das richtige Verzeichnis konfiguriert wurden. Leere gegebenenfalls den Server- oder PHP-Cache und kontrolliere den Wert erneut in WordPress. Wenn keine Änderung sichtbar ist, kann nur der Hosting-Anbieter die Einstellung freigeben.
Welche Größe sollte post_max_size haben?
post_max_size sollte mindestens so groß wie upload_max_filesize sein. Ein gewisser Spielraum für zusätzliche Formulardaten ist sinnvoll. Die optimale Größe hängt jedoch vom konkreten Upload, dem verfügbaren Speicher und den Sicherheitsanforderungen ab. Ein möglichst hoher Wert ist kein Ziel an sich.
Kann ein Plugin das WordPress Upload Limit beliebig erhöhen?
Nein. Ein Plugin kann nur innerhalb der Serverrechte und der PHP-Konfiguration arbeiten. Ist eine Grenze beim Hosting, Webserver oder Proxy festgelegt, kann ein Plugin sie normalerweise nicht zuverlässig umgehen. Außerdem kann das Plugin, über das Du einen Import durchführst, ein eigenes Limit besitzen.
Warum bricht ein Upload trotz ausreichender Dateigröße ab?
Mögliche Ursachen sind ein Timeout, eine instabile Verbindung, ein voller Speicher, eine Webservergrenze, ein Sicherheitsfilter oder ein Plugin-Fehler. Prüfe die Server- und WordPress-Protokolle sowie den HTTP-Fehler. Ein Fehler 413 weist häufig auf eine zu große Anfrage vor der PHP-Verarbeitung hin, während ein Timeout eher auf Laufzeit- oder Verbindungsprobleme hindeutet.
Ist eine Änderung in der .htaccess immer möglich?
Nein. Das hängt vom Webserver, der PHP-Ausführungsart und den Berechtigungen des Hostings ab. Nicht unterstützte php_value-Anweisungen können einen Serverfehler verursachen. Sichere die Datei vor der Änderung und nutze bevorzugt die vom Hosting vorgesehene Konfigurationsmöglichkeit.
Wie kann ich sehr große Videos oder Backups hochladen?
Prüfe zuerst, ob ein Browser-Upload dafür überhaupt geeignet ist. Ein serverseitiger Import, SFTP oder ein dafür vorgesehener Speicher kann stabiler sein. Bei Videos ist eine externe Bereitstellung häufig ressourcenschonender für die WordPress-Installation. Achte bei allen Alternativen auf geschützte Zugänge, temporäre Dateien und ausreichenden Speicherplatz.
Kann ein höheres Upload-Limit die Website langsamer machen?
Das Limit allein verlangsamt nicht jede Anfrage. Große Dateien können jedoch mehr Speicherplatz, Übertragungszeit und Verarbeitungsressourcen benötigen. Besonders die Bildverarbeitung und mehrere parallele Uploads können den Server belasten. Setze das Limit daher passend zum Anwendungsfall und beobachte die Serverressourcen während eines realistischen Tests.
Fazit
Um das WordPress Upload Limit zu erhöhen, solltest Du nicht nur einen einzelnen Wert ändern, sondern die gesamte Kette aus WordPress, PHP, Webserver, Proxy, Plugin und Hosting prüfen. Beginne mit der genauen Fehlermeldung, sichere Deine Website und ändere bevorzugt die vom Hosting vorgesehene Einstellung. Achte auf das Verhältnis von upload_max_filesize und post_max_size, berücksichtige Laufzeit und Speicher und teste anschließend die konkrete Funktion.
Wenn Du keinen Zugriff auf die Serverebene hast oder große Dateien regelmäßig verarbeitet werden müssen, ist eine technische Lösung über den Hosting-Support, einen geeigneten Importweg oder eine updatefähige individuelle Anpassung meist sinnvoller als ein unsystematisches Erhöhen von Grenzwerten.

