IPv6 das Protokoll für’s WAN

IPv6 ist ein Protokoll, das den Datenverkehr durch das Internet organisiert in Paketen. Das Protokoll gibt es seit 1998, wird aber erst teilweise angewendet. Der Vorgänger von IPv6 war das sogenannte IPv4 Protokoll. Wie die Zahl vermuten lässt, war dies die vierte Version vom
Protokoll.

IPv4 ist leider nur in der Lage, vier Milliarden Adressen zu verwalten. Allein weil auf der Erde 8 Milliarden Menschen leben, würde so eine Adressierung niemals genügen. Adressierung bedeutet, dass jedem Rechner eine Adresse zugewiesen wird wie eine Postleitzahl, damit die
Daten einfach ihr Ziel finden können.

Nun erlaubt IPv6  340 Sextillionen Adressen, diese Zahl kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Damit wäre aber das Problem erstmals gelöst, dass jeder User eine feste Adresse
bekommen könnte. Wie funktioniert nun die Adressierung in IPv6, wie kommt also eine Email damit an ihr Ziel? Jede Adresse im System ist 128 Bit lang. Damit lassen sich viel mehr Adressen lokalisieren als mit IPv4, dort waren es nur 64 Bit. Für den Laien ist das unverständlich, der Fachmann weiß, eine Verdoppelung der Adressierung führt nicht zu
doppelt so vielen Adressen, sondern zu mehr als Milliarden von Milliarden neuen Adressmöglichkeiten.

So sind die ersten 64 Bit sind ein Präfix, die zweiten 64 Bit weisen eindeutig den Identifier. Allein diese Konstruktion verlangt einen hohen Aufwand an Datenschutz, denn wenn die Adressierung fix und dynamisch ist, dann kann viel manipuliert werden. Das war auch das Argument gegen IPv6, denn es erlaubt jede Menge Adressmanipulationen. Denn im Extremfall kann ich dem Rechner vorgaukeln, dass die dynamische Adresse eine fixe Adresse ist und umgekehrt. Dynamisch heißt, die Adresse wird er online erzeugt, statisch heißt, die Adresse steht jeden Tag fest und wird nicht verändert. Und was noch grössere Probleme auslöst, durch die dynamische Adressierung lässt sich leicht herausfinden, welche Rechner vernetzt sind.

Damit wäre jede Form von Datenschutz unmöglich, weil ich dann vom Server her alle Daten der Nutzer auslesen könnte. Warum werden überhaupt Pakete gebildet und nicht werden die Daten wie
beim Emailen als Attach mitgeschickt? Von Anfang an ist das Internet als Netz konzipiert und nicht als Leitung. Deswegen liegen die Daten überall öffentlich herum, aber wenn es funktioniert, kann nur der Empfänger das Datenpaket öffnen. Weil aber Leitungen sehr langsam und Rechner sehr schnell sind, deswegen wurde bei der Erfindung des Internets das Protokoll IP erfunden.

Vereinfacht werden die Daten in Pakete gesteckt, eine Adresse wird zugeordnet und dann werden die Daten ins Datenmeer also Internet geworfen. Und nur der Empfänger kann die Daten aus dem
„Meer“ fischen. Und weil es immer mehr Nutzer wurden, dann reichte IP nicht mehr aus und dann kamen IPv4 und heute IPv6. Und damals wie heute gilt, mathematisch gesehen ist die Datenübertragung über das Internet nicht. Der Laie kann es erkennen, dass in Millisekunden eine Email aus Tokio nach London rauscht, aber auch mal eine Email von Frankfurt nach Offenbach 2 Stunden unterwegs war. Das ist natürlich die Ausnahme, denn wie gut IPv6 funktioniert, kann jeder Leser sehen, der den Text vermailt und er schnell im Empfängerbrieffach liegt, als Sie anrufen und über die Email informieren können.

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